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TU Berlin

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Lehrveranstaltungen [1]

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2021
 

Corona, Krise und Diskurs: Lehren aus der Pandemie?
 
[BA FW 8-13, MA SK 8, MA FW 18a]
 
Online-Seminar [2] (Zoom), mittwochs 16:15 - 17:45 Uhr


Thema: Das Seminar widmet sich aus diskursethischem Interesse der Berichterstattung über die Corona-Pandemie 2020/21 und bettet sie in den größeren Zusammenhang der Krisenkommunikation ein. Vor dem Hintergrund der heute bekannten virologisch-epidemiologischen Fakten und der kontroversen Debatte im Sachbuchmarkt sollen die wissenschaftlichen, politischen und moralischen Implikationen, aber auch die ökonomischen und ökologischen Ursachen und Folgen ebenso thematisiert werden sowie die Konsequenzen, die daraus für das Krisenmanagement im Falle multipler Katastrophen zu ziehen wären.
 
Lernziel: Sensibilisierung für die Formen gesundheitspolitischen Sprachgebrauchs durch einen Einblick in die Themen und Methoden der Diskursforschung am Beispiel einer linguistisch-literarischen Aufarbeitung des Krisenjahres 2020/21.
 
Inhalt: 1 Einführung und Überblick (Vorlesung oder Skript) – 2 Die Heimsuchung: (Zwischen-)Bilanz einer epochaltypischen Krise – 3 Das Virus: Zoonosen und die Verantwortung des Menschen – 4 Die Pandemie: Was bedeutet 'exponentielle Ausbreitung'? – 5 Maßnahmen: Suppression oder Mitigation? – 6 Warnungen: Ein Szenario des RKI als realistische Prognose – 7 Dilemmata: Mathematik und Moral – 8 Multiple Krisen: Über Zusammenhänge  – 9 Hoffnung auf Erlösung: Problemlösung durch Prediger und Populisten? – 10 Reiche zuerst? Krise und soziale Ungleichheit (national/global) – 11 Solidarität und Skepsis. Die Impfdebatte – 12 Konsequenzen: Systemisches Denken und soziale Verantwortung [ – 13 Die Seuche in Literatur u. Film]
 
Literatur (Auswahl):
  • Bendel Larcher, Sylvia 2015: Linguistische Diskursanalyse, Tübingen: Gunter Narr
  • Giordano, Paolo 2020: In Zeiten der Ansteckung, Hamburg: Rowohlt
  • Gloger, Katja & Georg Mascolo 2021: Ausbruch. Innenansichten einer Pandemie – Die Corona-Protokolle, München: Piper
  • Hess-Lüttich, Ernest W.B., Uta Breuer & Dieter D. Genske 2021: "Ethik in Zeiten globaler Krisen. Die Corona-Pandemie", in: Uta Breuer & Dieter D. Genske (eds.) 2021: Ethik in den Ingenieurwissenschaften, Wiesbaden: Springer, 419-468
  • Hickmann, Christoph, Martin Knobbe & Veit Medick (eds.) 2020: Lockdown. Wie Deutschland in der Coronakrise knapp der Katastrophe entkam, München: DVA
  • Honigsbaum, Mark 2020:Das Jahrhundert der Pandemien. Eine Geschichte der Ansteckung von der Spanischen Grippe bis Covid-19, München: Piper
  • Kekulé, Aelxander 2020: Der Corona-Kompass, Berlin: Ullstein
  • Kortmann, Bernd & Günther G. Schulze (eds.) 2020: Jenseits von Corona. Unsere Welt nach der Pandemie – Perspektiven aus der Wissenschaft, Bielefeld: transcript
  • Nier, Thomas 2014: Einführung in die linguistische Diskursanalyse, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft
  • Richter, Dirk 2021: War der Lockdown notwendig? Versuch einer wissenschaftlichen Antwort, Bielefeld: transcript
  • Schirach, Ferdinand v. & Alexander Kluge 2020: Trotzdem, München: Luchterhand
  • Schnibben, Cordt & David Schraven 2020: Corona. Geschichte eines angekündigten Sterbens, München: dtv
  • Streeck, Hendrik 2021: Hotspot. Leben mit dem neuen Coronavirus, München: Piper
  • Streeruwitz, Marlene 2021: So ist die Welt geworden. Der Covid19 Roman, Wien: Bahoe 
  • Volkmer, Michael & Karin Werner 2020: Die Corona-Gesellschaft. Analysen zur Lage und Perspektiven für die Zukunft, Bielefeld: transcript
 
Weitere Literaturempfehlungen zur Orientierung unter: 
www.buchreport.de/news/buecher-zur-pandemie/ [3]
 
Hinweis:
In Ergänzung zu diesem Seminar wird die LV "MA: Die Corona-Krise in den Medien" bei Prof. Dr. Dr. h.c. Schwarz-Friesel empfohlen.
 


Wintersemester 2020/21
 

Sprache, Literatur und Politik: Positionen der Politolinguistik


[
BA FW + MA Med 7/13, MA SK 8 + FW 18a ]


Online Seminar, mittwochs von 16:15 bis 18:45 


In der jüngsten Zeit ist das Verhältnis von Politik und Sprache als Folge der Debatten über Rechtspopulismus, Linksextremismus, hate speech etc. wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein gedrungen und wird daher nicht nur von Journalisten und Publizisten, sondern auch von Linguisten und Germanisten in den Blick genommen, aber auch von Schriftstellern aufmerksam registriert und literarisch problematisiert. Politische Kommunikation gilt zwar gegenwärtig als aktueller Gegenstand der modernen Diskursforschung, aber ihre Untersuchung hat schon eine sehr lange Tradition. Die Wurzeln reichen zurück in die antike Rhetorik mit ihrer Unterscheidung der genera causarum, zu denen neben der Gerichtsrede (genus iudicale) und der Festrede (genus demonstrativum) eben auch die politische Rede (genus deliberativum) gehörte. Im deutschsprachigen Raum figuriert die Untersuchung der politischen Sprache heute unter der Bezeichnung Politolinguistik. Zu ihren Aufgaben gehören sowohl die Historiographie der politischen Sprache im Rahmen der Sprachgeschichtsschreibung als auch die kritische Auseinandersetzung mit der politischen Kommunikation der jeweils eigenen Zeit. Das Seminar bietet daher zugleich einen Einblick in die Themen und Methoden der Politolinguistik, in der sprachliche Aspekte politischer Kommunikation in allen ihren Facetten (historisch, rhetorisch, lexikalisch, semantisch, textlinguistisch, phraseologisch, stilkritisch, diskursanalytisch) untersucht werden sollen, um die Teilnehmer/innen für die Formen politischen Sprachgebrauchs zu sensibilisieren. Zusätzlich können jedoch auch (z.B. zeitgenössische) literarische Texte betrachtet werden, weil Schriftsteller, als sensible Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen, zuweilen politischen Sprachgebrauch oder aktuelle Themen der Politik literarisch verarbeiten und ästhetisch 'problematisieren'. 
 
Das Seminar ist eine Fortsetzung der coronabedingt in die Semesterpause verlegten Blockveranstaltung im SoSe 20 für diejenigen, die aus beruflichen Gründen nicht daran teilnehmen konnten, steht aber auch anderen Interessenten offen. 


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