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TU Berlin

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Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2020/21
 
Sprache, Literatur und Politik: Positionen der Politolinguistik

Online Seminar in sechs Zoom-Blockveranstaltungen, mittwochs von 16:15 bis 18:45 am: 04.11., 11.11., 18.11., 25.11. 02.12., 09.12. mit Zusatztermin am 16.12.20. 
 
 
In der jüngsten Zeit ist das Verhältnis von Politik und Sprache als Folge der Debatten über Rechtspopulismus, Linksextremismus, hate speech etc. wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein gedrungen und wird daher nicht nur von Journalisten und Publizisten, sondern auch von Linguisten und Germanisten in den Blick genommen, aber auch von Schriftstellern aufmerksam registriert und literarisch problematisiert. Politische Kommunikation gilt zwar gegenwärtig als aktueller Gegenstand der modernen Diskursforschung, aber ihre Untersuchung hat schon eine sehr lange Tradition. Die Wurzeln reichen zurück in die antike Rhetorik mit ihrer Unterscheidung der genera causarum, zu denen neben der Gerichtsrede (genus iudicale) und der Festrede (genus demonstrativum) eben auch die politische Rede (genus deliberativum) gehörte. Im deutschsprachigen Raum figuriert die Untersuchung der politischen Sprache heute unter der Bezeichnung Politolinguistik. Zu ihren Aufgaben gehören sowohl die Historiographie der politischen Sprache im Rahmen der Sprachgeschichtsschreibung als auch die kritische Auseinandersetzung mit der politischen Kommunikation der jeweils eigenen Zeit. Das Seminar bietet daher zugleich einen Einblick in die Themen und Methoden der Politolinguistik, in der sprachliche Aspekte politischer Kommunikation in allen ihren Facetten (historisch, rhetorisch, lexikalisch, semantisch, textlinguistisch, phraseologisch, stilkritisch, diskursanalytisch) untersucht werden sollen, um die Teilnehmer/innen für die Formen politischen Sprachgebrauchs zu sensibilisieren. Zusätzlich können jedoch auch (z.B. zeitgenössische) literarische Texte betrachtet werden, weil Schriftsteller, als sensible Seismographen gesellschaftlicher Entwicklungen, zuweilen politischen Sprachgebrauch oder aktuelle Themen der Politik literarisch verarbeiten und ästhetisch 'problematisieren'.
 
Das Seminar ist eine Fortsetzung der coronabedingt in die Semesterpause verlegten Blockveranstaltung im SoSe 20 für diejenigen, die aus beruflichen Gründen nicht daran teilnehmen konnten, steht aber auch anderen Interessenten offen. 
 
 
 
Bemerkung
BA FW + MA Med 7/13, MA SK 8 + FW 18a 
 
 
 

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