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TU Berlin

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Forschungsprojekte

Hier finden sie einen Überblick über aktuelle sowie bereits abgeschlossene Forschungsprojekte.

Antisemitismuserfahrung in der Dritten Generation. Zur Reaktualisierung extremen Traumas bei Nachkommen von Überlebenden der Shoah.

Interdisziplinärer Forschungsverbund

Projektlaufzeit: 01.08.2021 bis 31.07.2025 (TU Berlin: 01.01.2022 bis 31.12.2024)

Leitung kognitionslinguistische Analysen: Prof. Dr. Dr. hc. Monika Schwarz-Friesel

Wissenschaftliche Mitarbeit: Markus Weiß, M.A.

Verbundpartner:innen: Dr. phil. Kurt Grünberg, Sigmund-Freud-Institut (Koordination des Forschungsverbundes) und Prof. Dr. Sarah Yvonne Brandl, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 

Kooperationen mit Prof. Dina Porat (Chefhistorikerin Yad Vashem, Alfred P. Slaner Chair for the Study of Contemporary Antisemitism and Racism, Leiterin des Kantor Center for the Study of Contemporary European Jewry an der Universität Tel Aviv), Prof. Dr. Doron Kiesel, Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland.

 

Aktueller Antisemitismus und die transgenerationale Tradierung von Traumata von Betroffenen wurden bislang unzureichend im interdisziplinären Verbund erforscht. Diese Lücke will das neue, vom BMBF geförderte Forschungsprojekt schließen, in dem die bisher getrennt voneinander betrachteten Phänomene interdisziplinär analysiert und erklärt werden.

Grundlage des innovativen Forschungsvorhabens bilden Interviews zu Antisemitismuserfahrungen bei Nachkommen von Holocaust-Überlebenden und die Einrichtung einer Encounter-Gruppe, also einer Gruppenbegegnung auf Basis von Selbsterfahrung, in der Enkelkinder von Überlebenden der Shoah ein Raum eröffnet werden soll, um offen und vertraulich über ihre Antisemitismus-Erfahrungen sprechen zu können. Darauf aufbauend wird untersucht, ob und wie der aktuelle Antisemitismus die Verfolgungserfahrungen der Großeltern im heutigen Leben der Dritten Generation transgenerational re-aktualisiert. D.h. es wird der Frage nachgegangen, inwiefern die extrem traumatischen Erfahrungen bzw. Erinnerungen der Shoah-Überlebenden und damit verbundene Emotionen, Verhaltensweisen usw. an ihre Enkelkinder durch eigene Antisemitismus-Erfahrungen übertragen und ausgelöst werden können.

Einen Schwerpunkt des Forschungsprojekts bildet dabei die von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel geleitete kognitionslinguistische Auswertung von Transkriptionen der Interviews und Encounter-Gruppensitzungen. Die qualitativen Analysen sollen u.a. dazu beitragen, die Spezifika von Antisemitismuserfahrungen der Dritten Generation zu rekonstruieren, wobei deren sprachliche Äußerungen als Spuren kognitiver und emotionaler Aktivität erklärt werden. Die Berücksichtigung der Betroffenenperspektive stellt hierbei einen wichtigen Beitrag dar, um ein erweitertes Verständnis der Dynamiken und Herausforderungen des Antisemitismus – vor allem aus jüdischer Perspektive – zu erreichen. 

Der Forschungsverbund – bestehend aus Expertinnen und Experten sowie weiteren Mitarbeitenden des Sigmund Freud Instituts Frankfurt/Main, der Katholischen Hochschule NRW und dem FG Allgemeine Linguistik der TU Berlin – wird seine Ergebnisse im Rahmen einer Tagung und in verschiedenen Publikationen präsentieren und veröffentlichen. Zudem sollen die gewonnenen Erfahrungen in Bildungs-, Lehr- und Beratungsangebote transferiert und implementiert werden.

 

 

 

Antisemitismus im World Wide Web: Forschungsprojekt zum aktuellen Antisemitismus an der TU Berlin (DFG)

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Langzeitstudie finden Sie im Projektbericht "Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses" auf der Sonderseite "Antisemitismus 2.0".

 

Pressereaktion

Eine Auswahl an Artikeln und Beiträgen in der Presse finden Sie hier: Fachgebiet in den Medien

 

Begleitende Artikel

Tacheles: Monika Schwarz-Friesel über aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus - Video-Interview, 30.07.2020

„Das ist ein Phantasma in den Köpfen“. Interview in DLF kultur, 29.07.2020.

Die tausendundein Gesichter des Antisemitismus - Spektrum, 26.01.2018

Expertin: Deutschland bei Antisemitismusbekämpfung "scheinheilig" - Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel, 25.01.2018

Woher kommt der aktuelle Antisemitismus und wie äußert er sich sprachlich? - Radio-Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel auf radioeins am 15.01.2018

"Vor dem Antisemitismus ist man nur auf dem Mond sicher" (Hannah Arendt) - Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel in Illustrierte Neue Welt vom 12.12.2017

Die umgedrehten ideologischen Pyramiden der anti-zionistischen Juden: Das Fallbeispiel Moshe Zuckermann - Audiatur online, 18.04.2017

Antisemitismus: "Wahn-Sinn" im kollektiven Gedächtnis - Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel zum aktuellen Antisemitismus in Deutschland vom 23.11.2016

Link zur Bundeszentrale für Politische Bildung: https://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/211516/aktueller-antisemitismus

Video zum Thema Antisemitismus erklärt - Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel

Lernplakat gegen Antisemitismus: „Juden und Radfahrer beherrschen die Welt. Wieso Radfahrer?“

Den Mythos brechen - Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel zum Ablauf der Regelschutzfrist für Hitlers „Mein Kampf“ zum 31. Dezember 2015.

 

Projektleiterin

Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schwarz-Friesel;

 

 

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